Australien und Neuseeland

1. Geschichtswissenschaft: Digitale Foren zur Historiographie Australiens und Neuseelands

1.1 Einleitung: Die Infrastruktur der Lehre und Forschung

Der historiographische Blick auf Australien und Neuseeland als Raum geschichtlichen Geschehens hat in jüngster Zeit einen Wechsel der Perspektive erfahren. Im Kontext der geschichtswissenschaftlichen Annäherung an die globale Verflechtung kultureller, politischer, ökonomischer und ökologischer Entwicklungen, ideengeschichtlicher Strömungen und sozialer Handlungsprozesse ordnet sich der Kulturraum Australien und Neuseeland gegenwärtig folgerichtig in einen weltumspannenden Radius historisch relevanter Interaktionen ein. Aus diesem Betrachtungswinkel der Verflechtung makro- und mikrohistorischer Prozesse sowie überregionaler, transnationaler oder extra-lokaler Interaktionen erwuchs zuletzt ein gesteigertes Interesse der Geschichtsforschung an der Deutung australischer und neuseeländischer Historie ‒ und zwar im Kontext der Wechselwirkung mit vergleichbaren Phänomenen geschichtlichen Wirkens und Handelns in Europafernen Weltregionen. Das übergeordnete Interesse an makro- und mikrohistorischen Zusammenhängen platziert Australiens und Neuseelands Geschichte heute auf den Rang eines exemplarisch illustrativen wie auch substanziell unverzichtbaren Forschungsfeldes. Gleichwohl hat dieser Perspektivenwechsel eine Vorgeschichte, die die Infrastruktur der Lehre und Forschung bis heute nachhaltig prägt. Traditionell gehört die Beschäftigung mit der Geschichte Australiens und Neuseelands in den Bereich der Commonwealth-Studien. Die deutschsprachige Geisteswissenschaft hat in diesem umfangreichen Forschungsfeld einzelne Schwerpunkte gesetzt, die gegenwärtig ausgebaut werden. Eine kontinuierliche akademische Tradition, in der die Historie Australiens und Neuseelands im Mittelpunkt des geisteswissenschaftlichen deutschsprachigen Diskurses steht, lässt sich gleichwohl nicht nachweisen. Forschung und Wissensvermittlung in diesem speziellen Feld, das im englischsprachigen Gebrauch auch unter dem Begriff der Postcolonial Studies firmiert, waren und sind durchgängig Bestandteile übergeordneter regionaler und thematischer Lehrstuhlinhalte. Hier bleibt darauf hinzuweisen, dass für den Begriff der Überseegeschichte mittlerweile veränderte Akzente gesetzt wurden, die den Forschungsbereich und seine akademischen Debatten verstärkt in die globale Vernetzung moderner Historiographie und somit auch zunehmend in die interkulturelle Deutung historischer Phänomene einbetten. Vor dem Hintergrund dieser Ausrichtung ergibt sich ein kontrastreiches Bild der (überwiegend analogen) Lehr- und Lerninhalte und ihrer jüngsten Entwicklung hin zu digitalen Angeboten.

Das weitestgehend personell gebundene Engagement für die Vermittlung australischer und neuseeländischer Geschichte hat Methode. Es ist das große Verdienst einiger weniger Lehrstühle, die einem akademisch unterrepräsentierten Forschungsfeld an deutschsprachigen Institutionen Profil geben. Vorbildhaft wirkte die Ausrichtung des Historischen Lehrstuhls in der AbteilungÜberseegeschichte an der Universität Stuttgart. Seit 1973 nutzte der inzwischen emeritierte Prof. Dr. Johannes Voigt seine Fachkompetenz, um den Bereich der australisch-neuseeländischen Geschichte in die deutschsprachige Hochschullehre einzubinden. Historisch orientierte Lehrveranstaltungen zur Region Australien/ Neuseeland bieten aktuell folgende Lehrinstitutionen: An der Fernuniversität Hagen offeriert die Fakultät für Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte (Prof. Dr. Reinhard Wendt) regelmäßig historische Einführungen in die Region als Teil eines breit gefächerten Lehrangebots zum Thema der Übersee-Geschichte. Am Lehrstuhl für Internationale Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts der Universität Trier (Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl) sind Australien und Neuseeland feste Bestandteile der Forschung und Lehre zur globalen Vernetzung historischer Handlungszusammenhänge. Im Historischen Institut der Universität Bern bietet die Abteilung für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte (Daniel Marc Segesser) einen Schwerpunkt zur Historie des britischen Empire, der Australien einbezieht. An der Universität Bayreuth lenkt Prof. Dr. Hermann Hiery mit dem Lehrstuhl für Neueste Geschichte in hervorgehobener Weise das Forschungsinteresse auf die Geschichte Neuseelands und Ozeaniens, während Prof. Dr. Ewald Frie am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Eberhard Karls Universität Tübingenüber Neuseeland und Australien orientiert. Ein eigenständiger Lehrstuhl für australische und/oder neuseeländische Geschichte steht im deutschsprachigen Wissenschaftsraum derzeit nicht zur Diskussion. Allein die Universität Potsdam bietet seit 2014 einen nach australischem Vorbild des e-learning konzipierten Internetbasierten und disziplinübergreifenden Fernstudiengang „Virtual Australian Studies” (B.A. Level) an. Koordinatorin dieser Studienplattform, die ein Gemeinschaftsprojekt der Potsdamer Universität mit der Gesellschaft für Australienstudien darstellt, ist Prof. Dr. Anja Schwarz (Institut für Anglistik und Amerikanistik).

Die Annäherung an die Historie Australiens und Neuseelands ergibt sich überwiegend aus der interdisziplinären Ausrichtung sprachwissenschaftlicher oder kulturgeographischer Lehrstühle auf postkoloniale Entwicklungen in Übersee, die, nach heutiger Begrifflichkeit, interkulturelle Verflechtungen oder transnationale Erscheinungsformen aufweisen. Beispielhaft für die punktuelle Beschäftigung mit Australien benannt seien das Institut für Anglistik, Amerikanistik und Keltologie an der Rheinischen Universität Bonn (Prof. Dr. Barbara Schmidt-Haberkamp), der Lehrstuhl für Anglistik und Amerikanistik an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Dr. Therese-Marie Meyer), die Professur für Anglistik und Literaturwissenschaft an der Universität Bremen (Prof. Dr. Norbert Schaffeld), das Institut für England- und Amerikastudien mit seiner Abteilung Neue Englischsprachige Literaturen & Kulturen an der Goethe Universität Frankfurt am Main (Prof. Dr. Frank Schulze-Engler), die Professur für Anglistik und Amerikanistik an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (Prof. Dr. Adi Wimmer) sowie der Lehrstuhl für Anthropogeographie an der Universität Köln (Prof. Dr. Boris Braun). Jede dieser Einrichtungen ist um die Integration historischer Fragestellungen zum Thema des Fünften Kontinents bemüht. Modellhaft interdisziplinär, jedoch infrastrukturell in der Sprachwissenschaft angesiedelt, agieren derzeit zwei Einrichtungen:

– die Ludwig Hirschfeld-Mack-Gastprofessur für Australienstudien an der Freien Universität Berlin und

– der Dr. R. Marika-Lehrstuhl für Australienstudien im English Department der Universität Köln.

Seit dem Wintersemester 2008/2009 finanzieren in Berlin der Fachbereich Geisteswissenschaften und das Institut für Englische Philologie, der Deutsche Akademische Austauschdienst und die australische Botschaft einen Lehrstuhl, auf den anerkannte Wissenschaftler aus Übersee berufen werden, um den akademischen Austausch zwischen Deutschland und Australien auszubauen. Gleiches gilt für den Dr. R. Marika-Lehrstuhl in Köln, der mit wechselnden Gastdozenten unterhalten wird. Über wissenschaftliche Kooperationen zwischen Berlin und Wellington informiert das Auswärtige Amt.

Außerhalb des deutschsprachigen Raums hat sich eine umfassende Infrastruktur zur Erforschung und zum Studium der australischen Geschichte und Kultur herausgebildet. Insbesondere Großbritannien und Dänemark besitzen eine wissenschaftliche Tradition in der Erforschung des Fünften Kontinents. In Dänemark nahm diese 1958 im Bereich der literaturwissenschaftlichen Australienstudien ihren Anfang. Unter der Vielzahl von europäischen Institutionen profilieren sich unter anderem die folgenden Einrichtungen: Das Menzies Centre for Australian Studies am King's College London offeriert das Modul „Australian History” als Bestandteil eines in Europa einzigartigen Studiengangs, der alle gängigen akademischen Abschlüsse im Feld der „Australian Studies” ermöglicht. Ferner bietet das Australian Studies Centre des University College Dublin die Möglichkeit zum Studium der australischen Geschichte. Im Rahmen fachübergreifender Studiengänge agieren das Centre for Australian Studies der University of Copenhagen, das Centre d’Estudis Australians an der Universitat de Barcelona, das Australian Studies Centre der Universität Debrecen (Ungarn) und Regionen übergreifend das niederländische Centre for Pacific and Asian Studies an der Radboud Universiteit von Nijmegen. Mit Blick auf den Bereich neuseeländischer Geschichte und Kultur existiert seit der Abwicklung des renommierten Centre for New Zealand Studies an der University of London (Birkbeck) im Jahr 2009 kein adäquates Forschungsinstitut in Europa. In Nordamerika gibt es eine Reihe von speziellen Einrichtungen, die Australien und Neuseeland als gemeinsamen Forschungsbereich institutionalisiert haben und historische Lehrmodule mit und ohne Zertifizierung anbieten: Es sind vor allem das Center for Australian & New Zealand & Pacific Studies an der Georgetown University Washington, DC; das Edward A. Clark Center for Australian & New Zealand Studies der University of Texas in Austin und der Gough Whitlam and Malcolm Fraser-Gast-Lehrstuhl für Australian Studies an der Harvard University in Cambridge, MA. In Asien besteht mit dem Center for Australian Studies (CAS) an der Otemon Gakuin University in Osaka seit 1967 das älteste japanische Forschungsinstitut zu Australien. Seit 2007 existiert mit dem New Zealand Centre an der Universität Peking ein interdisziplinäres Kooperationsinstitut zwischen China und Neuseeland, das auch HistorikerInnen zum Lehren einlädt.

Die Historie australischer Forschung zur eigenen Geschichte ist von einer wichtigen Entwicklung geprägt. Nur sehr langsam lösten sich die europäischstämmigen Teile der australischen Bevölkerung, jene Kreise, die maßgeblich den Aufbau der Universitäten betrieben, von ihrer akademischen Bindung an das koloniale Mutterland Großbritannien. Erst 1911, zehn Jahre nach Gründung des australischen Commonwealth, formulierte der Historiker George C. Henderson die Notwendigkeit einer systematischen und wissenschaftlichen Lehre australischer Geschichte.[29] Dennoch gab es vor 1927 keine Möglichkeit, einen Vollzeitkursus in australischer Geschichte zu belegen. Erst seit 1946/47 eröffnete sich mit der Gründung der Australian National University die Chance zu einem Doktorandenprogramm in diesem Feld. Seit Ende der 1940er-Jahre beschleunigte sich der Ausbau nationaler Forschungsinstitute, an denen vermehrt Doktorarbeiten aus dem Bereich der australischen Geschichte eingereicht wurden. Fast alle dieser Fachbereiche genießen heute eine hohe akademische Reputation.

Auswahlweise seien hier einige Studienzentren hervorgehoben: Das National Centre for Australian Studies der Monash University in Melbourne fokussiert sein interdisziplinäres Lehrangebot auf die jüngste Entwicklung Australiens. Renommierte historische Institute, an denen über unterschiedliche Aspekte der australischen Geschichte, beispielsweise über Formen des Kolonialismus und Postkolonialismus, indigene Geschichte sowie über die Historie des Südpazifik geforscht wird, sind die School of Historical and Philosophical Studies der University of Melbourne; die Departments of History der La Trobe University in Melbourne, der University of Sydney in New South Wales sowie der University of Adelaide. Hervorzuheben bleibt die School of History, Philosophy, Religion and Classics der University of Queensland in Brisbane, die ein breitgefächertes Lehrangebot in australischer Kultur- und Sozialgeschichte offeriert. Am Department of Pacific and Asian History der Australian National University in Canberra bilden transnationale Aspekte in der Geschichte Australiens und des Pazifikraums erweiterte Schwerpunkte der Lehre. Charakteristisch ist überdies die Einbindung historischer Inhalte in die Studiengänge „Australian Studies”, wie das Angebot der University of the Sunshine Coast in Sippy Downs, Old. zeigt. Darüber hinaus profilieren sich unter der Vielzahl von Institutionen, die auf dem Fünften Kontinent zur nationalen Geschichte Australiens arbeiten, vermehrt solche, die regionalspezifische Inhalte der Lehre und/oder kulturelle Ressourcen für die Forschung anbieten: Beispielhaft agieren das Centre for Tasmanian Historical Studies an der University of Tasmania in Hobart und Launceston, das Centre for Western Australian History der University of Western Australia in Perth, das Australian Centre for Indigenous History der Australian National University in Canberra sowie ebenfalls in der Hauptstadt Canberra das Australian Institute of Aboriginal and Torres Strait Islander Studies, das 1964 offiziell gegründet wurde. Gleich zwei dieser Zentren, die eine mikrohistorische Perspektive auf den Erdteil eröffnen, beziehen sich in besonderer Weise auf die Geschichte der Aborigines.

Eine Besonderheit der australischen Hochschulforschung ist die Tradition der external studies[42]. Sie nahm 1911 als Angebot des Department of Correspondence Studies der University of Queensland ihren Anfang. Nicht zuletzt aus dieser pragmatischen Reaktion auf die immense Größe des Kontinents und die Abgeschiedenheit vieler Kommunen resultiert die heute gleichermaßen progressive wie professionelle Nutzung digitaler Methoden der Geschichtsvermittlung. Australiens (und Neuseelands) Universitäten und Archive gehören gegenwärtig zu den weltweit fortschrittlichsten Anbietern digitaler historiographischer Inhalte. Das effiziente Internetangebot befördert den globalen akademischen Austausch und die interkontinentale Nutzung von Onlineressourcen. Studienzentren und Hochschulen bieten einen weit reichenden Zugang zu akademischen Lehrangeboten und Forschungsressourcen im Feld der australischen Historie: Beispielhaft erwähnt seien historisch orientierte Online-Studienangebote der University of New England in Armidale, New South Wales und des Gnibi College of Indigenous Australian Peoples der Southern Cross University (Campus Lismore, NSW). Moderne Kommunikationstechniken ermöglichen die Bereitstellung von Lernmodulen und digitalisierten Archivalien in akademischen Webportalen. Deren digitale Veröffentlichung ist ein wichtiges Merkmal australischer und auch neuseeländischer Forschungspolitik. Darüber hinaus betreibt die australische Regierung eine Vielzahl von Auslandsprogrammen, die historisch-kulturelle Inhalte in Übersee an den Australian Studies Centres vermitteln. Ein wichtiger Aktionsbereich liegt in China sowie in ausgewählten Ländern Asiens.

Das australisch-neuseeländische Forschungs-Netzwerk ist eng, umfassend und auf die regionale Bindung beider Südpazifikstaaten ausgerichtet. Dies ermöglicht auf beiden Seiten einen Zugang zur Lehre und Erforschung der jeweils anderen Geschichte. Gleichwohl kristallisiert sich in Neuseeland ein vergleichsweise größeres Interesse an der australischen Geschichte heraus als dies umgekehrt der Fall ist. Ein Grund liegt in der traditionell großen Abwanderung neuseeländischer Arbeitnehmer nach Australien.

Ähnlich wie in Australien bestand auch in Neuseeland das Bestreben, der eigenen Nationenwerdung innerhalb des Britischen Commonwealth eine Historiographie zu geben. Zwar brauchte es lange, dieses Interesse zu institutionalisieren, doch die Gegenwart spiegelt ein breites Spektrum von innovativen Einrichtungen, die zur Symbiose einer von Mãoris und Europäern geprägten Historie forschen: An der größten geisteswissenschaftlichen Fakultät Neuseelands, an der University of Auckland, umfassen die Geschichte beider Kulturen gleichberechtigte Forschungsinhalte. Dieser interkulturelle Ansatz hat eine längere Tradition als in Australien und spiegelt sich gleichfalls im zweitsprachigen Titel fast aller Universitäten. Einen interdisziplinären Zugang zur Materie bietet das Department of History and Art History der University of Otago in Dunedin. Renommierte Institute sind das Stout Research Centre for New Zealand Studies der Victoria University of Wellington, die Faculty of Arts and Social Sciences der University of Waikato in Hamilton, die School of Humanities and Creative Arts der University of Canterbury in Christchurch und die School of History der Massey University in Palmerston North.

Die Forschungsinstitute australischer und neuseeländischer Hochschulen richten traditionell ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der indigenen Völker in ihrem Kulturraum. Dieser Blickwinkel bezieht auch die Geschichte Ozeaniens ein. Der weit reichende politische und wirtschaftliche Einfluss beider Länder im pazifischen Raum impliziert ein hervorgehobenes Interesse an der historischen Entwicklung der australischen und neuseeländischen Beziehungen zu den Staaten der Region. Dieses wird in Australien von der inoffiziellen Australian Association for Pacific Studies vertreten. Auch die Geschichtsfakultäten der Südpazifikregion partizipieren an diesem Studieninteresse. Sie agieren interdisziplinär und in Kooperation mit übergeordneten Forschungszentren. Für Australien sei auswahlweise benannt: das Pacific Institute an der Australian National University. In Neuseeland forscht und lehrt man zur Kultur und Geschichte des Pazifikraums insbesondere am Macmillan Brown Centre for Pacific Studies der University of Canterbury.

1.2 Fachvereinigungen

HistorikerInnen, die in Deutschland, Europa, den Amerikas und Asien zu Australien und Neuseeland forschen, organisieren sich in interdisziplinären Vereinigungen, in denen die Australienstudien einen übergeordneten Forschungsschwerpunkt bilden. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz ist dies die Gesellschaft für Australienstudien/Association for Australian Studies. Die Homepage der Gesellschaft bietet Überblicke über Fachkonferenzen, Forschungsprojekte, Förderpreise und ihre im deutschsprachigen Raum einzigartige wissenschaftliche Buchreihe für Australien-Studien KOALAS. Außerdem ist die von ihr herausgegebene Zeitschrift für Australienstudien/Australian Studies Journal online verfügbar. Gleichzeitig offeriert die Gesellschaft fachbezogene Weblinks. Seit 1989 agiert insbesondere die European Association for Studies of Australia (EASA) für eine europaweite akademische Lehre der [57]. Darüber hinaus zeichnet die EASA verantwortlich für die Vernetzung von Forschungsinitiativen im Bereich Neuseeland und Pazifikraum. Auf internationaler Ebene bildet die International Australian Studies Association (INASA) ein bedeutendes Forum des Gedankenaustausches. Die Homepage der INASA gibt einen Überblick über weitere Netzwerke im Bereich der Australienstudien. Herausragend sind Australien- und Neuseeland-orientierte Fachgesellschaften, die in Europa, Asien, Nordamerika und Australien interdisziplinäre Netzwerke und Foren der Cross-Culture-Research bilden:

Australian Studies Regional Network (ASRN) mit Sitz in Ungarn

Indian Association for the Study of Australia (IASA)

Asian Australian Studies Research Network (AASRN)

New Zealand Studies Association (NZSA)

Australian and New Zealand Studies Association of North America (ANZSANA)

Australian and New Zealand Environmental History Network

Professionelle Vereinigungen, in denen sich Australien- und Neuseeland-HistorikerInnen zu speziellen Aspekten ihrer Zunft austauschen können, finden sich konsequenterweise ausschließlich vor Ort. Eine Auswahl beleuchtet das breite Forschungsspektrum:

The Australian Historical Association (AHA)

The New Zealand Historical Association (NZHA)

The Economic History Society of Australia and New Zealand (EHSANZ)

The Australian and New Zealand Law and History Society (ANZLHS)

The Australasian Mining History Association (AMHA)

The Australian Society for the Study of Labour History (ASSLH)

The Australian Garden History Society (AGHS)

The New Zealand Military Historical Society (NZMHS)

1.3 Thematische Websites

Thematische Websites lesen sich als Auswahlkriterien: Diese erlauben eine erste Annäherung an die Geschichte der Region. Zudem spiegeln sie den Blickwinkel einer lokal zu verortenden Historiographie. Erste Orientierung über das Fachgebiet Australienstudien bietet die Webpage Academicinfo Australian Studies. Ganz allgemein führen die Links dieser Übersicht zu Institutionen, Studiengebieten und digitalen Ressourcen. Die State Library of New South Wales hat in ihrer Homepage unter dem Stichwort „Discover Collections“ einen Internet-Link „History of Our Nation“ eingerichtet: Dieser eröffnet eine äußerst gehaltvolle und umfangreiche Übersicht über die unterschiedlichsten Themen der australischen Geschichte. Interessierte können sich, einem Proseminar zur australischen Geschichte gleichend, hier mit Hilfe von einführenden Texten, Photos und Links über die Quellensammlungen der Bibliothek informieren. Vorrangig ermöglicht diese Orientierungshilfe eine grundlegende historiographische Einführung in die Materie.

Herausragende Beispiele für die in Australien weit reichende Digitalisierung forschungsrelevanter Ressourcen sind folgende Webportale: Der Entdeckungsgeschichte widmet sich das Portal South Seas: Voyaging and Cross-Cultural Encounters in the Pacific, das Zugang zu ausgewählten Reiseberichten von James Cook und seinen Begleitern gewährt. Eine breit gefächerte Sammlung von zeitgenössischen Bildern, Texten und kartographischen Quellen beleuchtet den Kulturkontakt im Kontext der Entdeckung des Südpazifik zwischen 1760 und 1800. Das textorientierte Portal der Australian Literary and Historical Texts (Sydney Electronic Text and Image Service at the University of Sydney Library - SETIS) knüpft an dieses Recherchemodell an. Eingebettet in die Suchmaschine Australian Studies Resources eröffnet es Zugang zu mehr als 300 historisch bedeutsamen literarischen und nicht-fiktionalen Texten, die vornehmlich die Besiedlungsgeschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert beleuchten. Eine verfassungsrechtliche Sammlung von mehr als 100 Dokumenten bietet das Portal Documenting a Democracy, das die staatliche und nationale Entwicklung Australiens bis in die Gegenwart nachvollzieht. Zur Vorgeschichte der Föderationsbewegung offeriert die australische Parlamentsbibliothek ein interessantes thematisches Portal: Records of the Australasian Federal Conventions of the 1890s, das die wichtigsten Dokumente und Debatten dieser und weiterer Perioden in der Rubrik „Research and Education“ elektronisch bereitstellt.

Eine exemplarische Einführung in die Historie der Aborigines gibt die Website der Stadt Sydney, die ihr lokales Geschichtsprojekt durch ein thematisch und medial breit gefächertes Webportal bereichert: Barani: Sydney′s Aboriginal History. Darüber hinaus sei ein Portal herausgestellt, das Zugriff auf eine prominente Datenbasis des British Home Office (HO) gewährt: Die Convict Transportation Registers Database der State Library of Queensland. Hierin sind über 123.000 Sträflinge, die zwischen 1787 und 1867 nach Australien kamen, registriert. Im Kontext der deutsch-australischen Historie bleibt hinzuweisen auf ein Forschungsprojekt zur Thematik des interkulturellen Kontaktes zwischen indigener Bevölkerung und europäischen Missionaren, das Prof. Dr. Regina Ganter derzeit an der Griffith University, Brisbane zum Thema German Missionaries in Australia durchführt und als Internetressource realisiert.

2. Digitale Informationsressourcen und Medien zur Geschichte Australiens und Neuseelands

2.1 Portale

Einen professionellen Einstieg in die Recherche bietet die Library of Anglo-American Culture & History der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen: Allein unter dem Stichwort „Australia and History” finden sich in dem History Guide: Fachkatalog geschichtswissenschaftlich relevanter Websites weit über 100 Hinweise auf historisch relevante Internet-Links; für originär neuseeländische Portale gibt es deutlich weniger Einträge. Einen selektiven Zugang zu den Datenbasen der für Australien geschichtsrelevanten e-Ressourcen gewährt das geisteswissenschaftliche Fachportal der National Library of Australia (NLA). Ergänzende Möglichkeiten der Recherche bietet das NLA-Portal Collections Australia Network (CAN), das die Auffindung historischer Dokumente in Museen, Galerien und anderen Sammlungen in einer Suche vernetzt. Vor allem die eigenständigen Portale zur Kultur der Aborigines illustrieren die hervorgehobene Bedeutung, die diesem Aspekt der australischen Geschichte zukommt. Exemplarisch ist der Link zu Datenbasen zu nennen, der eine Beschäftigung mit dem übergeordneten Aspekt Aboriginal Australia nahelegt; die weitreichenden Suchfunktionen in dem Portal Mura Gadi eignen sich, um gezielt Manuskripte, Interviews und Bilder zur Geschichte der Aboriginal and Torres Strait Islander People aufzufinden. Naturgeschichtlich interessierten HistorikerInnen erlaubt der Royal Botanic Gardens & Domain Trust, NSW digitalen Zugang zu bedeutsamen botanischen Materialien im Art and Illustration-Portal.

Links zu speziellen (nicht immer aktualisierten) Kapiteln in der Historie Australiens und Neuseelands gibt das Historical Text Archive. In Neuseeland wirkt die University of Waikato an dem Aufbau der New Zealand Digital Library mit, um auch historische Dokumente verfügbar zu machen. Wer umfassend auf neuseeländische Primärquellen zugreifen möchte, recherchiert vorzugsweise im Portal DigitalNZ unter dem Stichwort „History and New Zealand“. Diese Seite ist ein exzellentes und praktikables Rechercheportal, in dem neuseeländische und australische Text-, Ton- und Bild-Ressourcen zusammengefasst und digitalisierte Dokumente sowohl einsehbar wie abhörbar sind.

Drei Webportale sind für eine thematische Annäherung an die Geschichte Australiens geeignet: das Kultur-Portal des Australian Museum in Sydney vermittelt dem Anfänger virtuelle Einblicke in die Vorgeschichte Australiens, seiner indigenen Kulturen sowie Erkenntnisse über die Prähistorie Ozeaniens. In der Zeitlinie weiter führt das Project Gutenberg Australia. Es legt seinen Schwerpunkt auf die Bereitstellung historischer Bücher als primäre Quelle, während das Culture Portal of the Australian Government darstellende Artikel durch Verweise auf Quellentexte, Bilder und Filmsequenzen ergänzt. Ähnlich strukturierte Webangebote bietet für Neuseeland das New Zealand Ministry for Culture and Heritage mit zwei unterschiedlichen Portalen zu Geschichte und Kultur. Chronologische Leisten beleuchten darüber hinaus spezielle Aspekte der nationalen Geschichte.

2.2 Fachbibliographien

Bibliographien, die Australiens und Neuseelands Geschichte separat behandeln, sind als Online-Hilfsmittel kaum verfügbar. Im Kontext der allgemeinen Überseegeschichte bzw. spezieller historischer Fragestellungen lassen sich dagegen hilfreiche Übersichten auffinden. Im deutschsprachigen Raum ist dies zum einen das 600 Seiten umfassende Werk von Michael Mann und Barbara Schneider: Außereuropäische Geschichte in der deutschsprachigen Forschung: Eine Bibliographie (Stand: 2010), die in der Fakultät für Neuere Europäische und Außereuropäische Geschichte der FernUniversität Hagen zusammengetragen wurde. Zudem hat das German Institute of Global and Area Studies (GIGA) in Hamburg eine annotierte Online-Bibliographie zu Australien und Neuseeland (Stand: 2003) ins Netz gestellt, die auch historische Fragestellungen im Bereich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erfasst. Bibliographische Hinweise auf historische Quellen zu einzelnen Bereichen der Forschung, wie etwa dem Leben und Wirken von Ludwig Leichhardt, offeriert die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen mit ihren digitalen Funktionen zur Literatursuche im Leichhardt-Portal.

Wer sich nicht über die umfassenden Suchfunktionen der National Library of Australia maßgeschneiderte Bibliographien zu speziellen Themen der australischen Geschichte interaktiv erstellen möchte, kann im Einzelfall auf Fachbibliographien zurückgreifen, die online gestellt wurden. Exemplarisch sei hier die Auswahlliste Select Bibliography of Material in the NLA Relating to Jewish Life in Australia zitiert. So hat die Austral(as)ian Mining History Association eine über 300 Seiten umfangreiche Bibliographie zur Bergbaugeschichte Australiens, Neuseelands und Papua-Neuguineas online gestellt (Stand: 2010). Ergänzend sei hingewiesen auf einige spezielle Bibliographien der AIATSIS Library, die die historisch relevante Sprachentwicklung der Aboriginal and Torres Strait Islander People online verfügbar macht. Außergewöhnlich umfangreich sind oft privat initiierte Online-Listen wie die Bibliography for Aboriginal Studies. Die Australian Newspaper History Group, Queensland erhellt einen weiteren aufschlussreichen Aspekt der australischen Historie mit ihrer Übersicht: Australian Newspaper History: A Bibliography.

Für Neuseeland lässt sich auf zwei thematische Bibliographien verweisen: Die New Zealand Defence Force hat eine ausführliche Bibliography of New Zealand Military History online veröffentlicht. Eine kurze Einführung in die Geschichte der neuseeländischen Ureinwohner bietet die Fachbibliographie Tribal and Regional Histories von dem Mãori-Autor Ross Himona. Die University of Auckland ergänzt diese Online-Ressource durch die interdisziplinär ausgerichtete Bibliography of Mãori Perspectives.

2.3 Bibliotheken und Bibliothekskataloge

In Deutschlands wissenschaftlichen Bibliotheken lassen sich mittlerweile zahlreiche wichtige Werke zur Geschichte Australiens und Neuseelands auffinden. Keine dieser Sammlungen ist jedoch so umfangreich und geschlossen wie die der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen. Dort entstand seit 1949 das Sondersammelgebiet zur Geschichte des angloamerikanischen Kulturraumes, das bis Ende 2015 gepflegt wird.[108] Die Göttinger Sammlung umfasst inzwischen die in Deutschland größte kulturgeschichtliche Forschungsbibliothek zu Australien und Neuseeland. Der Zugang zur Recherche erfolgt über die Library of Anglo-American Culture & History. Traditionell werden HistorikerInnen vor allem in Großbritannien wichtige Sammlungen zur weißen Besiedlungsgeschichte des Fünften Kontinents auftun. Primär ist hier die British Library (BL) in London zu benennen: Ein kurzer Abriss über Entwicklung, Inhalt und Dokumentationsstrategie der Australian and New Zealand Collections der BL liegt online vor. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist das 19. Jahrhundert, da australische und neuseeländische Literatur zu jener Zeit vielfach im Vereinigten Königreich publiziert wurde. Die BL ist eine Fundgrube für solche HistorikerInnen, die sich mit der britischen Landnahme im Südpazifik beschäftigen. Hier finden sich beispielsweise die Originalschriften des berühmten Botanikers und Cook-Begleiters Sir Joseph Banks. Die natur- und umwelthistorisch bedeutsamen Illustrationen der First Fleet sind im Natural History Museum, London online einsehbar.

Grundsätzlich fokussiert sich die Recherche für Australien auf Online-Kataloge vor Ort. Hier kanalisiert vor allem die australische Nationalbibliothek NLA alle relevanten Informationszugänge zu wissenschaftlicher Literatur sowie zu historischen Dokumenten. Über die professionell gestaltete Homepage eröffnet sich dem Australianisten ein faszinierender virtueller Forschungsraum, der Zugriff auf alle wichtigen Ressourcen in diesem Forschungsfeld gewährt. Die digitale Erschließung ist umfassend und reicht von der Website-Archivierung PANDORA (Preserving and Accessing Networked Documentary Resources of Australia), die die NLA schon 1996 einführte, über die Breitband-Suchmaschine TROVE, in der die Recherche für Bücher, Bilder, Zeitungen, Karten, Archive, Websites und private Organisationen zu einer Suche vernetzt ist, bis zum digitalen Archiv australischer Ballettproduktionen.

Ergänzt wird dieser Service durch die Angebote der Bibliotheken in den Bundesstaaten:

State Library of New South Wales

State Library of Queensland

State Library of South Australia

State Library of Tasmania

State Library of Victoria

State Library of Western Australia

Northern Territory Library

HistorikerInnen, die sich mit Neuseeland befassen, beginnen ihre Recherche über die National Library of New Zealand. Hier erschließt sich dem Forscher das kulturelle Gedächtnis der neuseeländischen Nation, verfügbar gemacht durch eine Vielzahl von digitalisierten Dokumentensammlungen und weiterführenden Links.

2.4 Archive

Die großen historischen Archivbestände zu Australien werden überwiegend auf dem Fünften Kontinent verwaltet und digitalisiert. Außerhalb der Hemisphäre finden sich gleichwohl bedeutende Archivbestände in Großbritannien und Irland. Dies gilt insbesondere für die koloniale Geschichte Australiens und Neuseelands. Heranzuziehen sind hier die Sammlungen und Datenbanken der National Archives of the United Kingdom und der National Archives of Ireland. Letzteres besitzt weit reichende Aktensammlungen zur Geschichte des Sträflingstransports nach Australien, der zwischen 1787/8 und 1867/8 (von Irland: 1791–1853) stattfand. Die Bestände sind in der Ireland-Australia Transportation Database erfasst. Auch private Sammlungen im Vereinigten Königreich bergen wertvolle Dokumente, die Aufschluss geben über die frühe Explorationsgeschichte im Südpazifik.

Die größte Sammlung an australischen Regierungsdokumenten verwalten die National Archives of Australia (NAA). Das Hauptstadtarchiv in Canberra besitzt zentrale Bestände der behördlichen Akten des australischen Commonwealth, die nach der Föderation 1901 entstanden. Auch Regierungsdokumente aus dem 19. Jahrhundert sowie Nachlassbestände von Regierungsvertretern werden hier archiviert. Derzeit existieren in allen Bundesstaaten lokale Filialen der NAA. Weitere umfassende Dokumentensammlungen, die von Regierungsbehörden angefertigt wurden, finden sich in Regionalarchiven. Hier hilft eine Übersicht des Webportals TROVE weiter. Herausragende Archivsammlungen sind das Public Record Office Victoria in Melbourne, das die Arbeit der kolonialen Administration bis in das frühe 19. Jahrhundert dokumentiert. Auch die State Records of New South Wales in Kingswood, NSW und die State Records of South Australia in Adelaide verfügen über wichtige Bestände zu allen Themen der politisch-historischen Entwicklung des Kontinents. Ebenso verfügen die restlichen Bundesstaaten über ähnliche Regierungsarchive. Für die australische Militärgeschichte relevant ist das Archiv des Australian War Memorial in Canberra.

Unter den großen privaten Forschungsarchiven profilieren sich primär zwei universitäre Sammlungen: Das Noel Butlin Archives Centre in Canberra ist neben den University of Melbourne Archives das zentrale Archiv zum Thema der australischen Wirtschaftsgeschichte und Gewerkschaftsbewegung. Des Weiteren gibt es eine Vielzahl kommunaler historischer Gesellschaften, die interessante Archivbestände zur Lokalgeschichte beherbergen. Eine Online-Recherche ist hier selten möglich, doch sollten diese Bestände nicht übersehen werden. Einen historisch-ethnologischen Zugang zur Geschichte der Aborigines im Northern Territory gewährt das Strehlow Research Centre in Alice Springs. Hier sind Manuskripte, Filme, Photos, Tonaufzeichnungen und Artefakte von einem der berühmtesten Kenner indigener Kulturen, des deutschstämmigen Missionarssohns und Sprachwissenschaftlers Theodor George H. Strehlow, zugänglich. Strehlow sammelte die wohl umfassendsten Forschungserträge über die Arrernte People in Zentralaustralien. Multimedial beleuchtet das National Film and Sound Archive in Canberra die Historie Australiens. Radio- und Filmdokumente sind hier umfassend zugänglich.

Die Infrastruktur der neuseeländischen Archive ist ähnlich serviceorientiert. Zwei Suchmaschinen erleichterten die Online-Recherche, die Millionen von Dokumenten und Hunderte von staatlichen und privaten Archivsammlungen vernetzt:

Archway (Index to New Zealand Government Archives)

The Community Archive (National Register of Archives and Manuscripts)

Herausragende Forschungsarchive für HistorikerInnen sind:

Archives New Zealand (Wellington)

New Zealand Archive of Film, Television and Sound/Ngã Taonga Sound & Vision

2.5 Museen

Das Studium der australischen Geschichte ist breit gefächert und erschließt sich über die Rezeption ethnographischer, naturhistorischer, kultureller und historischer Objekt- und Kunst-Sammlungen. Gemäß dieser Schwerpunktsetzung empfiehlt sich einführend der Besuch folgender Museen:

Grassi Museum für Völkerkunde, Leipzig (Forschungsabt. Australien/Ozeanien)

Museum für Völkerkunde, Wien (Sammlung James Cooks zu Polynesien/ Mãori-Kultur)

Völkerkundemuseum Herrnhut

British Museum, London (Archivierung historisch relevanter Artefakte)

Australian Museum, Sydney (Natur- und Kulturgeschichte Australiens)

National Museum of Australia, Canberra (die National Historical Collection umfasst mehr als 200.000 Objekte)

National Gallery of Australia, Canberra (besitzt die weltweit größte Aboriginal & Torres Strait Islander Art Collection)

Museum and Art Gallery of the Northern Territory, Darwin & Alice Springs (besitzt über 1 Mio. Exponate zur Natur- und Kulturgeschichte Zentralaustraliens)

Australian History Museum, Macquarie University, Sydney (Sozialgeschichte)

Sydney Jewish Museum (Jüdische Einwanderungsgeschichte)

Für Neuseeland sind Recherchen in folgenden Museen empfehlenswert:

Museum of New Zealand ‒ TePapa Tongarewa, Wellington

Auckland War Memorial Museum (Sammlung zur Mãori-Kultur und des Südpazifik)

Zudem sei auf eine Suchmaschine für Neuseelands Museen verwiesen, über welche historische Sammlungen online recherchiert werden können.

2.6 Blogs

Der vernetzte Gedankenaustausch schließt Kommunikationsforen von Universitäten, Museen, Archiven, Bibliotheken und unabhängigen Forschern ein. Professionell agieren:

H-Net: Humanities & Social Sciences Online-Forum

H-ANZAU (The History and Culture of Aotearoa, New Zealand and Australia)

Australian Historical Association

History Education Network THENHiER

The Meeting Place: A New Zealand History Blog

speziell ausgerichtet ist der Blog des Australian War Memorial

2.7 Wörterbücher

Die Geschichte Australiens ist zugleich eine Geschichte der zumeist verloren gegangenen Aboriginalsprachen – und Kulturen. Weit mehr als 200 Sprachen und Hunderte weiterer Dialekte sollen zum Zeitpunkt der europäischen Besiedlung existiert haben. Für Übersetzungen steht eine Reihe privat oder institutionell erstellter Wörterbücher im Web zur Verfügung. Einen Überblick über die bekanntesten Sprachgruppen verschafft die von David Nathan herausgegebene Ressource Aboriginal Languages of Australia. Für Neuseeland ist die Übersetzungshilfe Mãori Dictionary Online zu empfehlen, da diese auf traditionelle Kulturkonzepte der Ureinwohner Bezug nimmt.

2.8 Quellensammlungen und Retrodigitalisierungen

In Australien lassen sich Digitalisierungen wichtiger Quellenbestände am schnellsten durch die Rechercheportale der National Library und der National Archives auffinden. Hervorzuheben sind die Digital Collections der NLA (und die beigeordnete Online-Ressource TROVE). Von herausragender Bedeutung ist die Digitalisierung von James Cook's Journal of the HMS Endeavour aus den Jahren 1768–1771 und William Bligh′s Notizbuch von 1789, das dieser nach der Meuterei auf der Bounty verfasste. Die Retrodigitaliserung der berühmten Ducie Collection of First Fleet Art von George Raper (1788) ist Teil des historisch höchst relevanten Bildarchivs der NLA. Eine thematische Besonderheit stellt die Digitalisierung umfangreicher Forschungsressourcen aus dem australisch-pazifischen Kulturraum dar. Die NLA ermöglicht den weltweit umfassendsten digitalen Zugriff zu Primärquellen, die den europäischen Vorstoß im Südpazifikraum beleuchten: Zeichnungen, Kartenmaterial, Tagebücher und Forschungsberichte sind Bestandteil dieser erstrangigen Ressource zur Geschichte Neuseelands, Mikronesiens, Melanesiens und Polynesiens. Darüber hinaus hat ein nationales Kooperationsprojekt zur Digitalisierung wichtiger Quellenbestände aus der Kolonialzeit geführt: Mit den Australian Periodical Publications 1840–1845, das zeitgenössische Zeitungen und Journale für die Lektüre verfügbar macht, liegt eine bedeutende Online-Ressource zu diesem Zeitraum vor.

Unter den Australiana, die bisher von der NLA digitalisiert wurden, finden sich Gesetzestexte des Bundes und der Einzelstaaten, ferner ornithologische Werke, wie John Goulds Birds of Australia (London 1848), oder berühmte literarische Dokumente wie etwa Dorothy Walls bekanntes Kinderbuch Blinky Bill (Sydney 1933). Das derzeit größte Projekt der Digitalisierung zielt auf die Online-Stellung aller verfügbaren australischen Zeitungen und Magazine. Die digitale Ausgabe des Australian Dictionary of Biography umfasst weit über 12.000 Einträge zu Persönlichkeiten, deren historisches Wirken von nationaler Bedeutung war. Ebenso aufwendig ist das bereits erwähnte Digitalisierungsprojekt der University of Sydney (SETIS), das neben den Dokumenten der First Fleet auch die Journale der Inland Exploration einschließt.

Einen nachhaltigen Service bietet das australische Nationalarchiv NAA: Individuell recherchierte Dokumente können zur Digitalisierung angefordert werden. Daneben gibt es thematisch eigenständige Digitalisierungsprojekte: mit Awaba macht die University of Newcastle eine Datenbasis historischer Dokumente verfügbar, die die frühe Besiedlungsphase der Region und den problematischen Umgang der Europäer mit den indigenen Volksgruppen thematisiert. Das Public Record Office Victoria (PROV) bietet Forschern die Möglichkeit, über den Digitised Records and Online Index ausgewählte Dokumente einzusehen, die von regionalgeschichtlicher Relevanz sind. Beispielhaft zu nennen ist die behördliche Korrespondenz des Chief Protector of Aborigines 1847-1851 im Port Phillip District. Auch mit Blick auf die in Europa archivierten Sammlungen wurden Digitalisierungsprojekte auf den Weg gebracht: Die Cambridge Digital Library ermöglicht den Zugriff auf das Logbuch von Matthew Flinders, das dieser bei seiner Umsegelung Australiens 1801–1803 führte.

In Neuseeland monopolisiert die National Library of NZ (im Verbund mit der Alexander Turnbull Library) die Digitalisierung national relevanter Dokumentensammlungen. Hierzu gehört der bedeutsame Manuskriptbestand von Sir Donald McLean (1820–77). Als Beauftragter der Regierung nahm McLean mit seiner Politik des Landkaufs im 19. Jahrhundert wesentlichen Einfluss auf die Beziehungen zu den Mãoris. Alle bedeutenden Archiv- und Kunstsammlungen des Landes sind in der bereits erwähnten Ressource DigitalNZ vernetzt: diese erschließt das digitalisierte historische und kulturelle Erbe Neuseelands systematisch. Ein wichtiges Digitalisierungsprojekt ist auch hier die Dictionary of New Zealand Biography als Teil der Encyclopedia of New Zealand; eine Online-Version macht die Biographien indigener und nicht-indigener Neuseeländer zugänglich.

2.9 Digitalisierte Photosammlungen

Die größte Bildressource Australiens ist in der Suchmaschine TROVE vernetzt. Gemälde, Zeichnungen, Photographien und Cartoons aus allen relevanten Sammlungen des Landes sowie auch aus Neuseeland erschließen das visuelle Erbe eines Kontinents und zweier Nationen. Australiens und Neuseelands Archive besitzen überdies wertvolle Bildsammlungen, die die Beteiligung beider Nationen an der Erschließung der Antarktis-Region illustrieren. Ein großer Teil des photographischen Nachlasses von Frank Hurley, der an Antarktis-Expeditionen teilnahm, lässt sich über diese Ressource einsehen. Die meisten australischen Staatsbibliotheken haben in Kooperationsprojekten Teile ihrer Bildbestände digitalisiert und bieten somit spezielle Recherchefunktionen an.

In Neuseeland ist es primär das Museum of New Zealand in Wellington, das Bildsammlungen digital bereitstellt. Von herausragender Bedeutung für die Forschung ist die Dr. Hocken's Pictures Collection. Ihre bisher nur partiell digitalisierten Bestände schöpfen aus einem reichen Fundus von Buchdrucken und Photographien zu allen Bereichen der neuseeländisch-pazifischen Geschichte. Eine Variante des Bildarchivs ist das New Zealand Cartoon Archive, das Neuseelands politisch-künstlerische Kommentatoren vorstellt.

2.10 Karten

Für einen Einstieg in die Materie bietet sich das kartographische Portal Map Collections der Nationalbibliothek in Canberra an. Die NLA verfügt über umfangreiche digitalisierte Kartenbestände zu Australiens Entdeckung und Entwicklung. Unter den über 600.000 Karten finden sich die ältesten Vermessungen des Fünften Kontinents. Diese sind ebenfalls elektronisch recherchierbar. Viele Staatsbibliotheken besitzen interessante Sondersammlungen. Das Online-Archiv der State Library of Queensland verleiht Einblick in die frühe Entdeckungsgeschichte im Südpazifik wie auch in den Wechsel der historischen Eigentumsverhältnisse auf dem Kontinent. Eine bedeutende Australiana-Sammlung wird von der State Library of New South Wales digitalisiert: Die Dixson Map Collection enthält historische Karten der pazifischen Hemisphäre, die bis auf das 16. Jahrhundert zurückdatieren. Interessante lokalgeschichtliche Forschungen erlaubt das Digitalisierungsprojekt zum Melbourne and Metropolitan Board of Works (MMBW) der State Library of Victoria, das wertvolle und fragil gewordene Kanalisierungspläne der Jahre 1890 bis 1950 ins Netz stellt.

Neuseelands Explorationsgeschichte ist in der kartographischen Sammlung der National Library of New Zealand dokumentiert; digitalisierte Bestände müssen über die Suchfunktion aufgefunden werden. Kostbare Kartenstiche des Südpazifik und seiner Erschließung aus der David Rumsey Historical Map Collection liegen mittlerweile auch als abrufbare Dateien vor. Die amerikanische Firma David Rumsey hat sich zur Aufgabe gemacht, Karten von historischem Wert zu digitalisieren.

2.11 Elektronische Zeitschriften

Digitale Versionen von Fachzeitschriften sind bei renommierten Verlagen mittlerweile Standard. Der elektronische Zugriff auf kommerzielle Fachzeitschriften ist freilich kostenpflichtig und entweder über Bibliotheken möglich, die eine Lizenz für ihre Nutzer erworben haben, oder durch direkten kostenpflichtigen Zugriff auf einzelne Artikel. Zugleich wird das Open access-Verfahren immer gebräuchlicher, so dass Zeitschriften vermehrt kostenlos online gelesen werden können. Das Open-access-Angebot von Fachzeitschriften im Bereich der Australienstudien ist international breit gefächert. Im deutschsprachigen Raum gibt die Gesellschaft für Australienstudien neben der seit 2014 online verfügbaren wissenschaftlichen Zeitschrift für Australienstudien/Australian Studies Journal einen e-Newsletter heraus, der über Organisatorisches weit hinausgeht. Der Herausgeber veröffentlicht hier vermehrt multimediale Artikel, auch zu historiographischen Themen. Als open-publish-Version aufgelegt hat das Menzies Centre for Australian Studies (King′s College London) seine Fachorgane: Reviews in Australian Studies und Australian Studies. Beide Journale sind über die NLA online abrufbar. Es ist ein Forum, das HistorikerInnen, PolitologInnen, Kultur-, Wirtschafts- und LiteraturwissenschaftlerInnen, GeographInnen und JuristInnen nutzen, um neueste Forschungsergebnisse zur Thematik zu diskutieren. Das Journal of Australian Studies (JAS) ist seit Mitte der 1970er-Jahre das Fachorgan der InASA. Es bietet HistorikerInnen ein Forum fachlicher Partizipation.

Viele Wissenschaftsjournale zur Geschichte Australiens und Neuseelands sind über institutionelle Mitgliedschaften online abrufbar. Für die historische Forschung bedeutet diese Neuerung den direkten Zugriff auf Bibliographien, Bilder, Filme, Quellentexte und Multimediaaufsätze. Dies beschleunigt zugleich den globalen wissenschaftlichen Gedankenaustausch. Ein solches Forum, das in der Internet-Version weit umfangreicher gestaltet wird als in der Druckausgabe ist:

History Australia - Journal of the Australian Historical Association.

Ebenfalls (teilweise über Online-Subskription) öffnet sich der Zugang zu weiteren elektronisch verfügbaren Fachzeitschriften mit interdisziplinärer und transkultureller Ausrichtung:

Australian Journal of Politics and History

Australian Historical Studies

Australian Humanities Review

Electronic Journal of Australian and New Zealand History

New Zealand Journal of History

Journal of New Zealand Studies

Journal of New Zealand and Pacific Studies

3. Fazit

Sowohl Australien wie auch Neuseeland haben in besonderer Weise die Digitalisierung ihrer historiographischen Ressourcen und den elektronischen Zugriff auf wissenschaftliche Diskurse in der Geschichtswissenschaft betrieben. Als Ergebnis der in Australien und Neuseeland lange einseitig wahrgenommenen geographischen Isolation sind technologische Innovationen im Bereich der Kommunikation früh rezipiert und aufgegriffen worden. Die ehedem von Geoffrey Blainey apostrophierte Problematik der „Tyrannei der Entfernung“ hat nach dem Wechsel zum 21. Jahrtausend ihre Lösung im beschleunigten Ausbau einer Internetbasierten Geschichtswissenschaft dieser Überseestaaten gefunden.[206] Beide Länder haben die Möglichkeiten der digitalen Sicherung ihres nationalen Erbes in progressiver Weise umgesetzt. Ergebnis ist eine zeitgemäße Politik der digitalen Archivierung, die ein Studium der australischen und neuseeländischen Geschichte außerhalb der Hemisphäre deutlich begünstigt. Damit begegnet die Wissenschaftspolitik beider Länder dem Problem einer faktisch unangemessen geringen Wahrnehmung der südpazifischen Hemisphäre durch deutschsprachige Bildungsinstitutionen.

Als zentrale Einstiegsportale sind neben dem deutschen Webservice der Library of Anglo-American Culture & History der Niedersächsischen Staats-und Universitätsbibliothek Göttingen vor allem die zitierten Ressourcen und Suchmaschinen der National Library of Australia und der National Library of New Zealand zu nutzen. Das breite digitale Spektrum dieser Portale gewährleistet den Zugriff auf den neuesten Stand der Forschungsliteratur sowie auf das digital verfügbare Archivmaterial dieser und weiterer Bestände australischer und neuseeländischer Dokumentensammlungen.

Wünschenswert wäre eine umfassende Digitalisierung deutscher Quellenbestände zur Exploration des Südpazifik, Australiens und Neuseelands sowie zur Geschichte der deutschsprachigen Emigration in späteren Jahren. Überdies stellt sich die dringende Frage nach einer besseren finanziellen Unterstützung der historischen Lehrstühle, der avisierten e-Learning-Plattformen, der bilateralen Forschungspools und Spezialarchive im deutschsprachigen Raum, um dem Fünften Kontinent und seiner Hemisphäre einen eigenständigen Stellenwert in den geisteswissenschaftlichen Strukturen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zu geben.

Literaturhinweise

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Fußnoten

  1. [29]
    Macintyre, Stuart, The Writing of Australian History, in: Borchardt, Dietrich H. (Hrsg.), Australians, Bd. 7: A Guide to Sources, Broadway 1987, S. 20 und 22.
  2. [42] White, Michael, Distance Education in Australian Higher Education – A History, in: Distance Education 3 (1982), S. 255–278.
  3. [57] Holden Rønning, Anne, EASA: The European Association for Studies of Australia, in: The Journal of the European Association of Studies on Australia (JEASA) 1 (2009), S. 9–11.
  4. [108] Enderle, Wilfried; Schuller, Dorothea, Die Sammlung zu Australien und Neuseeland in der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen, in: e-Newsletter der Gesellschaft für Australienstudien (GASt), No. 12 (Dezember 2014), S. 21–38, http://www.australienstudien.org/images/GASt/Newsletter/Newsletter_2014_12.pdf. Das bisherige System der Sondersammelgebiete wird ab 2016 von der DFG nicht mehr weitergeführt. Als Ersatz gibt es projektförmig, auf drei Jahre angelegte Fachinformationsdienste für ausgewählte Fächer.
  5. [206] Blainey, Geoffrey, The Tyranny of Distance: How Distance Shaped Australia's History, South Melbourne, Vic. 1988 (überarb. Aufl.).

Zitation

Henriette von Holleuffer, Australien und Neuseeland, in: Clio Guide – Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften, Hrsg. von Laura Busse, Wilfried Enderle, Rüdiger Hohls, Gregor Horstkemper, Thomas Meyer, Jens Prellwitz, Annette Schuhmann, Berlin 2016 (=Historisches Forum, Bd. 19), http://www.clio-online.de/guides/regionen/australien-und-neuseeland/2016.

Für Clio-online verfasst von:

Henriette von Holleuffer

Dr. Henriette v. Holleuffer promovierte 1995 an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über Migrationspolitik: „Zwischen Fremde und Fremde: Die Ansiedlung europäischer Displaced Persons in Australien, den USA und Kanada zwischen 1946 und 1952”. Als Forschungsstipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes forschte sie in Australien und arbeitete als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Überseegeschichte (Bereich: Nordamerika) an der Universität Hamburg. Henriette v. Holleuffer veröffentlichte verschiedene Arbeiten zur australischen Geschichte. Sie ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Australienstudien und Mitherausgeberin der Zeitschrift für Australienstudien/Australian Studies Journal.