Italien

1. Geschichtswissenschaft und digitale Medien

Durchsucht man das Internet nach relevanten Seiten zur italienischen Geschichte, fällt zunächst auf, dass es in Italien an zentralen Sammlungspunkten und Überblicksseiten wissenschaftlicher Natur mangelt. Portale wie Storia in Network oder Storia XXI secolo bieten zwar einen Zugriff auf Chronologien, Darstellungen, Bibliografien und weiterführende Links, doch genügen die Ergebnisse allenfalls populärwissenschaftlichen Ansprüchen und befinden sich nicht auf der Höhe der Forschung. Ein elektronisches Rezensionsjournal oder ein Diskussionsforum sucht man vergebens; zwar bieten einige Seiten Projekte dieser Art an, doch hat keines die Akzeptanz und damit die Unterstützung der italienischen Historikerschaft erlangt. Keine der Institutionen, die den Einsatz digitaler Medien fördert, kann als herausragend bezeichnet werden. Wie in vielen anderen Ländern entdeckt die breite Masse der GeisteswissenschaftlerInnen auch in Italien nur langsam die Vorzüge des Internets.

Die Zahl der Einzelinitiativen, welche die Online-Erschließung von Bibliotheken, Archiven und Quellen vorantreiben, hat im vergangenen Jahrzehnt trotzdem beständig zugenommen. Themenspezifisch lassen sich zwischen den zahlreichen Baustellen Seiten aufspüren, die in Angebot, Struktur und Zielsetzung vorbildlich zu nennen sind oder zumindest ihren Zweck erfüllen. Insbesondere die Literaturrecherche ist erheblich verbessert worden, und auch digitalisierte Primärquellen finden sich in zunehmendem Maße.

Der Mangel an zentralen Anlaufstellen, die Historikern Orientierung im italienischen Internet bieten, bleibt jedoch bestehen. Tatsächlich hat er sich in den letzten Jahren sogar verschärft.[3] Empfehlenswert ist zurzeit lediglich das deutsche Italien-Portal von „historicum.net“, das eine umfangreiche, kommentierte Linksammlung zur Verfügung stellt und den Einstieg in die italienische Kultur- und Wissenschaftslandschaft erleichtert. Ergänzend kann die virtuelle Fachbibliothek Vifarom konsultiert werden, die zwar einen Frankreich-Schwerpunkt hat, sich aber dem gesamten romanischen Kulturkreis widmet. Sie bietet vor allem einen guten Ausgangspunkt, um Projekte und Portale ausfindig zu machen, die sich mit der Regionalgeschichte Italiens beschäftigen, mit Dialektkultur und linguistischer Identität.

2.Digitale Informationsressourcen und -medien

2.1. Darstellungen und Thematische Portale

Da sich viele Geschichtsportale strukturell und inhaltlich nicht auf einem wissenschaftlichen Niveau befinden, sind die Online-Angebote weit davon entfernt, die historischen Ereignisse und Fragen Italiens homogen abzubilden. Um aber wenigstens einen Eindruck von der Fülle der elektronischen Informationsmöglichkeiten zu geben, werden im Folgenden einige thematische Portale vorgestellt, die aufgrund ihrer jeweiligen Linksammlung zugleich als Sprungbrett in angrenzende Bereiche dienen können. Der Fokus rückt dabei unwillkürlich auf das 19. und 20. Jahrhundert, da diese Zeitspanne im Internet mehr Berücksichtigung erfährt.

Einen ausgezeichneten Zugang zur Epoche der italienischen Nationalstaats- und Nationsbildung (1796–1915) bietet das deutsche Risorgimento-Portal – eine Initiative von Werner Daum, welche dieser in Zusammenarbeit mit dem Istituto per la storia del Risorgimento italiano seit Juni 2003 kontinuierlich aktualisiert. Neben einer Einführung ins Thema, einer laufenden Bibliografie und Hinweisen auf wissenschaftliche Tagungen und Rezensionen, findet man auf der Seite eine kommentierte Link-Sammlung zu Forschung und Lehre sowie Medien und Ressourcen. Ziel der Seite ist es, eine Plattform zu bieten, welche die Forschungsinitiativen und -tendenzen zum Risorgimento bündelt.

Das Projekt Museo virtuale delle intolleranze e delle stermini, realisiert vom Kulturverein Amis, beschäftigt sich mit zeitgeschichtlichen Zusammenhängen und Konzepten, die zu Rassismus, Deportation und Vernichtung führten. Die Themenspanne der im Mittelpunkt stehenden Artikel reicht vom italienischen Kolonialismus über die Geschichte der Eugenik bis zu den Völkermorden an Sinti, Roma und Armeniern. Die meisten Texte werden von einer Chronologie, einer Bibliografie, Dokumenten, Filmverzeichnissen und weiterführenden Links begleitet. Das gesamte Angebot ist übersichtlich strukturiert und auch in englischer Sprache verfügbar; leider geht die letzte Aktualisierung auf das Jahr 2002 zurück.

In Form von Darstellungen, Zeitzeugenberichten und einer Auswahlbibliografie informiert das deutsche Portal resistenza über den Widerstand in Italien unter deutscher Besatzung. Ursprünglich Begleitprogramm zur Ausstellung „Partigiani – Gegen Faschismus und Besatzung“, wurde die Seite vom Erlangener Verein zur Förderung alternativer Medien seit 2001 auf ehrenamtlicher Basis ausgebaut und bietet mittlerweile viel Material zur Thematik. Kombiniert mit der Link- und Adressenliste der italienischen Partisanen-Vereinigung Anpi findet man hier einen guten Einstieg in die Resistenza-Forschung, die seit Anfang der 1960er-Jahre mehr als fünfzig historische Institute und zahlreiche Zeitschriften ins Leben rief und somit entscheidend Anstoß zur Gründung der zeitgeschichtlichen Forschung in Italien gab.

Den italienischen Auswanderern und ihrer Geschichte ist die Seite Altre Italie: portale di studi sulle migrazioni italiane der Stiftung Giovanni Agnelli gewidmet. Reich ausgestattet bietet das Portal dem Besucher Primär- und Sekundärmaterial sowie landesspezifische Statistiken und Suchhilfen zur Erleichterung der eigenen Recherche. Die Seite erlaubt freien Zugriff auf alle Nummern der Zeitschrift Altre Italie, die seit 1989 Studien zur italienischen Emigration und dem Leben der Emigranten im Ausland veröffentlicht. Unter der Rubrik „Cerca le tue radici“ (Suche Deine Wurzeln) findet sich eine Datenbank, die anhand von Passagierlisten über eine Million Italiener identifizieren kann, die zwischen 1858 und 1920 nach Argentinien, Brasilien oder in die Vereinigten Staaten aufbrachen. Außerdem kann auf den Online-Katalog des zugehörigen Dokumentationszentrums in Turin zugegriffen werden, sowie auf Bibliografien und Links zu relevanten Institutionen, Forschungseinrichtungen und elektronischen Zeitschriften.

Ergänzung findet Altre Italie in dem deutschen Portal Angekommen... La regione della Ruhr. Migrantengeschichten aus dem Bergbau, auf dem das Land Nordrhein-Westfalen Informationen zur italienischen Einwanderung zur Verfügung stellt. Von der Kaiserzeit bis zum Ende der 1960er-Jahre reicht das Spektrum der historischen Übersicht, die neben Literaturangaben auch Bild- und Textquellen liefert. Forschungsstand ist das Jahr 2005.

2.2. Literatursuche: Bibliographien und Bibliothekskataloge

Den besten Einstieg in die Literatursuche bietet die Bibliografia Storica Nazionale – eine laufende Bibliografie, die ihre Erscheinungsweise im Jahr 2000 auf rein digitale Publikation umstellte. Neben Monografien und Sammelbänden führt dieses Projekt der Giunta Centrale per gli Studi Storici auch Aufsätze aus Fachzeitschriften auf. Die Datenbank konzentriert sich auf die in Italien publizierten Ergebnisse historischer Forschung. Ausgewertet und erfasst sind alle Epochen: von der Antike bis zur Zeitgeschichte. Stichproben ergeben allerdings, dass die Datenbank Lücken aufweist.

Sucht man nach Literatur zur Neueren und Neuesten Geschichte kann man die Recherche in den Bibliographischen Informationen zur Neuesten Geschichte Italiens fortsetzen. Begründet im Jahr 1974, sind die Hefte des Deutschen Historischen Instituts seit 1999 als Datenbank konsultierbar. Die laufende Bibliografie, die weiterhin auch im Printformat erhältlich ist, konzentriert sich auf Neuerscheinungen in italienischer Sprache. Zeitschriften werden nicht ausgewertet. Um auch die Ergebnisse der 1990er-Jahre zur Verfügung zu stellen, wurden diese in einer Datei zusammengefasst, die von der Seite heruntergeladen werden kann – in einem Format, das eine freie Volltext-Recherche zulässt.

Die Verfügbarkeit der so gefundenen Monografien, Sammelbände oder Zeitschriften kann mithilfe des staatlich geförderte Bibliotheksdienstes Servizio Bibliotecario Nazionale (SBN) überprüft werden – einem Projekt des Istituto Centrale per il Catalogo Unico (ICCU), des staatlichen Instituts, das sich seit 1975 um eine zentrale Katalogisierung des nationalen Gesamtbestandes bemüht. In Zusammenarbeit mit regionalen Bibliotheksverbünden wird der SBN ständig erweitert und aktualisiert; im September 2012 waren über 4.900 staatliche Bibliotheken in dem Einheitskatalog erfasst. Hat man ein Buch lokalisiert, können weitere Informationen (Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Serviceangebote) bezüglich der jeweiligen Bibliothek abgerufen werden.

Neben diesem Angebot erlaubt der SBN den Zugriff auf die Datenbank Cataloghi storici, in der italienische Publikationen aus dem 18. und 19. Jahrhundert erfasst sind. Insgesamt 219 historische Kataloge aus 37 Bibliotheken werden in diesem Projekt bisher zusammengeführt. Eine Bestandsaufnahme der Literatur des 16. Jahrhunderts hingegen liefert die Seite EDIT16 – Censimento nazionale delle edizioni italiane del XVI secolo. In dieser Datenbank des ICCU soll das gesamte Schrifttum, das zwischen 1501 und 1600 in Italien veröffentlicht wurde, dokumentiert und lokalisiert werden. Aufgelistet werden außerdem italienischsprachige Drucke, die im Ausland erschienen.

Fachzeitschriften können mittels der Seite ACNP – Archivio Collettivo Nazionale dei Periodici übrigens zielgerichteter geortet werden als mit dem SBN. Das Projekt der Universität Bologna bemüht sich um die italienweite Erfassung von Zeitschriften aller Fachrichtungen.

Sollte sich ein Buch über den SBN nicht finden lassen, kann alternativ der MetaOPAC Azalai Italiano konsultiert werden. Dies empfiehlt sich aber nur bei seltenen Werken, da eine hohe Trefferrate die Funktionalität der Seite beeinträchtigt.

Niemals sollte man der Illusion erliegen, man könne sich per Internet einen vollständigen Überblick über den Bestand italienischer Bibliotheken verschaffen. Bereits die historischen Schätze der römischen Nationalbibliothek sind nicht von deren OPAC erfasst, sondern nur über die Karteikästen im Foyer erschließbar. Erst ab 1990 wurden alle Neuerscheinungen systematisch in den Online-Katalog aufgenommen. Bezüglich früher erschienener Werke verweist die Bibliothek ausdrücklich auf die Kartei.

2.3 Archivrecherche

In seinem immer noch lesenswerten Artikel über die zeitgeschichtlich relevanten Archive Italiens wies Jens Petersen im Jahre 1989 darauf hin, wie zerklüftet die italienische Archivlandschaft ist und wie mühsam die Suche nach Aktenbeständen auf der Halbinsel ausfallen kann.[22] Wenngleich viele der von ihm geschilderten Probleme noch aktuell sind und ein ganz Italien umfassendes Verzeichnis der nichtstaatlichen Archive weiterhin aussteht, so ist doch festzustellen, dass einige Online-Kataloge die Eingangsrecherche inzwischen ungemein erleichtern.

Hervorzuheben ist in dieser Hinsicht die Datenbank Archivi del Novecento – la memoria in rete, die freien Zugang auf die Findbücher von über 83 historischen Instituten gewährt. Ziel des Projekts ist es, ein Netzwerk öffentlicher und privater Archive zu schaffen, in welchem die verfügbaren Primärquellen zur politischen, kulturellen, sozialen und ökonomischen Geschichte des 20. Jahrhunderts identifiziert und katalogisiert werden. Im Jahre 1991 vom Konsortium BAICR Sistema Culturale ins Leben gerufen und bis 2012 ständig aktualisiert, liefert die Suchmaschine bereits gute Ergebnisse. Sowohl Texte, Bilder, Zeichnungen und Drucke wie auch Videofilme werden von der Datenbank erfasst. Thematisch zusammengehörende Dokumente, die über verschiedene Archive verteilt sind, können mittels dieses Instruments gleichzeitig aufgespürt werden. Die Recherche in fragmentierten Beständen wird somit erheblich vereinfacht.

Unbefriedigend sind die Resultate des staatlichen Guida generale degli Archivi di Stato italiani, der laut Selbstbeschreibung die Archivbestände des zentralen Staatsarchivs und der regionalen Unterarchive aufführt. Die Ergebnisse fallen so ungenau und lückenhaft aus, dass sich die Frage stellt, ob die Datenbank eine Hilfe darstellt oder nicht vielmehr verschleiert, wie ergiebig ein Besuch des Archivio centrale dello Stato sein kann. Verwirrend aufgebaut ist die Recherchefunktion des Portals SAN – Sistema Archivistico Nazionale, das dem Istituto Centrale per gli Archivi (ICAR) unterstellt ist. Unter der Rubrik „Complessi archivistici“ kann man die erfassten staatlichen und privaten Archive nach Schlagwörtern durchsuchen, unter „Produttori di Archivi“ historischen Persönlichkeiten oder Institutionen nachspüren. Berücksichtigt man die Unvollständigkeit der jeweiligen Ergebnisse, können beide Suchmaschinen bei der Planung eines Forschungsaufenthalts jedoch von Nutzen sein.

Besser strukturiert und ergiebiger ist die römische Datenbank Archivi online. Seit 2003 treibt der italienische Senat dieses Projekt voran – mit dem Ziel, den Dokumentenbestand zu politischen Persönlichkeiten, Parteien, parlamentarischen Gruppen und Gewerkschaften in einer Kartei zusammenzuführen. Die gut aufbereiteten Ergebnisse einer Recherche beschränken sich nicht allein auf das Archiv des Senats, sondern berücksichtigen zudem weitere Bestände von über 25 Instituten und Stiftungen politischer Provenienz.

Wer explizit zur Geschichte der Repubblica Sociale Italiana (RSI) forscht, kann zusätzlich auf den Katalog Censimento delle fonti per la storia della Repubblica Sociale Italiana zurückgreifen. Angesichts der Tatsache, dass sich die Dokumente der RSI nach deren Zusammenbruch weit zerstreuten, soll diese Bestandsaufnahme dabei helfen, einen Überblick über die Quellen und ihre Standorte zu gewinnen. Nach eigenen Angaben ist der größte Teil des bekannten Aktenmaterials zu den Organen des faschistischen Staates, seiner Partei und seinem Militär in der Kartei erfasst.

2.4 Digitale Quellen und Nachschlagewerke

Noch bleiben dem Historiker Reisen nach Rom oder Florenz nicht „erspart“. Doch weisen auch in Italien zahlreiche Digitalisierungsprojekte bereits in eine Zukunft, in der Primärquellen bequem am eigenen Computer abgerufen werden können.

Eine wertvolle Quelle von Filmmaterial zum Beispiel ist das historische Archiv des staatlichen Istituto Luce welches – unter Mussolini gegründet – lange Zeit das Monopol zur Erstellung von Wochenschauen und offizieller politischer Fotos besaß und daher seit seiner Gründung im Jahre 1924 Filmdokumente produziert und sammelt. Der Bestand des Archivs umfasst über 12.000 italienische Wochenschauen, 6.000 Dokumentarfilme und 8.000 ungesendete Filmrollen, unter denen sich Material zu wichtigen historischen und politischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts befindet. Die Suchmaschine ist leicht zu bedienen; die Ergebnisse, die bis in die 1980er-Jahre reichen, werden von präzisen Archivangaben und einer kurzen Zusammenfassung begleitet.

Das Istituto Gramsci in der Emilia-Romagna stellt mit der Seite manifestipolitici die erste italienische Datenbank ins Netz, in der tausende von politischen Plakaten, Flugschriften und Handzettel in zitierbarer Form eingesehen werden können. Vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit reicht der Bestand, in dem die Anfänge des Faschismus, nationale Wahlkämpfe und die Proteste um den Vietnamkrieg ebenso dokumentiert werden wie die Frauen-, Studenten- und Arbeiterbewegung. Die Datenbank, die seit Juni 2000 freigeschaltet ist, wird kontinuierlich ausgebaut und auch durch Material anderer Institute und privater Sammlungen bereichert, zuletzt im Juni 2013. Obwohl der Online-Katalog alternativ in englischer oder französischer Sprache aufgerufen werden kann, sollte der Nutzer darauf achten, dass die Stich- und Schlagwortsuche nur auf italienische Begriffe reagiert.

Ergänzung findet diese Plakatsammlung in der Kollektion Manifesti della Repubblica Sociale Italiana die das Resistenza-Institut der Region Venetien zur Verfügung stellt. Gezeigt werden politische Manifeste aus den Jahren 1943 bis 1945.

Von kulturgeschichtlichem Interesse ist das Digitalisierungsprojekt CIRCE – Catalogo informatico riviste culturali europee das sich einst zum Ziel gesetzt hatte, eine Bibliothek der wichtigsten europäische Kulturzeitschriften des 20. Jahrhunderts aufzubauen. Neben den Inhaltsverzeichnissen der anvisierten Zeitschriften sind Faksimileseiten und Hefte im Volltext abrufbar. Leider ist das Projekt der Universität Trient im Jahr 2005 eingestellt worden. Der Schwerpunkt der vorhandenen Datenbank liegt auf italienischen Periodika der ersten fünf Jahrzehnte.

Der historischen und kulturellen Tradition Mailands widmet sich DigitaMi – La Biblioteca Digitale di Milano Ausgehend vom Bestand der Stadtbibliothek Sormani strebt die Stadt Mailand an, eine digitale Bibliothek zu erschaffen, in der die Schriften lombardischer Autoren zur Verfügung stehen. Die vorhandene Literatur umfasst den Zeitraum 17511986 und konzentriert sich auf Texte, die die historische Bedeutung Mailands hervorheben. Die Schriften einer Mailänder Freiheitskämpferin wie Cristina Trivulzio di Belgiojoso können über die Suchmaske leicht aufgespürt und am Bildschirm konsultiert werden.

Bei politik- oder rechtsgeschichtlichen Fragen kann die Seite Au.G.U.Sto. – Automazione Gazzetta Ufficiale Storica wertvolle Dienste leisten. Denn hier lässt sich die Gazzetta Ufficiale vollständig abrufen, das gesamte Gesetzblatt von der Gründung des italienischen Königreichs bis zu den Anfangsjahren der Republik. Wer sich für die Entstehung des jeweiligen Gesetzes interessiert, kann die Recherche auf dem Portal der Abgeordnetenkammer fortsetzen. Hier finden sich nicht nur die biographischen Eckdaten der italienischen Deputierten und Senatoren, sondern auch ein Großteil der Parlamentsakten in gut aufbereitetem Format. Unter der Rubrik „Lavori parlamentari“ sind Sitzungsprotokolle der beiden Kammern und der jeweiligen Kommissionen abgelegt, unter „Atti e documenti“ stehen Gesetzesprojekte sowie andere offizielle Eingaben zur Verfügung. Noch sind die Akten nicht komplett, aber der Bestand fällt schon recht umfangreich aus und sein Aufbau schreitet voran. Ergänzt wird die Datenbank durch Informationen zu Funktion und Geschichte des italienischen Parlaments.

Sucht man biographische Informationen zu einer historischen Persönlichkeit – sei es ein Politiker, eine Wissenschaftlerin oder ein Schauspieler –, lohnt es sich übrigens, auf den Dizionario Biografico degli Italiani zuzugreifen. Dieses Nebenprodukt der renommierten Enzyklopädie Treccani bietet nicht nur einen ausführlichen Einstieg in die jeweilige Lebensgeschichte, sondern schließt diesen auch mit weiterführenden Literaturangaben ab.

Schwer zu handhaben sind die Digitalisate von Stampa Resistenza, einer Sammlung von 84 Zeitungen, die während des italienischen Widerstands 1943-1945 publiziert wurden. Obgleich optisch ansprechend gestaltet, irritiert, dass jede Zeitschrift von vorne nach hinten durchgeblättert werden muss. Es ist nicht möglich, in den Monaten zu springen. Unklar bleibt zudem, welche und wieviele Ausgaben einer Zeitung vorhanden sind. Den generellen Angaben zufolge steht bislang die Hälfte des vorliegenden Materials zur Verfügung. Wer ernsthaft mit den Zeitungen arbeiten will, sollte das Angebot der zuständigen Mailänder Stiftung annehmen und um die Zusendung des jeweiligen Datensatzes bitten.

Als winziges, aber wertvolles Fundstück mag sich die Italian Renaissance manuscript collection erweisen, die auf einer amerikanischen Privatsammlung beruht und von der Claremont Colleges Digital Library ins Netz gestellt wurde. Elf unterschriebene Autographe der Familie Medici stehen hier zur Verfügung – Briefe, in denen sich Mitglieder der Florentiner Familie zwischen 1426 und 1522 über politische Verbindungen, militärische Fragen und familiäre Probleme austauschten.

Weit umfangreicher fällt die Datenbank des Medici Archive Project aus, die seit den 1990er-Jahren den Bestand des Großherzoglichen Medici-Archivs (Mediceo del Principato) erschließt. Nach kostenloser Registrierung können in dem amerikanisch-italienischen Projekt bereits 21.000 Briefe, 15.000 biographische Notizen und 80.000 geographische Hinweise durchsucht werden (Stand: August 2011). Das Aktenmaterial überspannt einen Zeitraum von 200 Jahren – 1537 bis 1743 – und liefert Informationen zur diplomatischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und kulturellen Geschichte der Toskana sowie des Europas der Frühen Neuzeit. Die Digitalisierung der Originaldokumente steht allerdings häufig noch aus; zumeist muss sich der Nutzer mit einer Transkription samt englischer Zusammenfassung zufrieden geben.

2.5 Elektronische Zeitschriften

Zahlreiche historische Zeitschriften publizieren seit über einem Jahrzehnt ihre Inhaltsverzeichnisse und Abstracts im Internet. So sind auf der Plattform Rivisteweb zum Beispiel die Zugpferde des Verlags Il Mulino einsehbar, renommierte Hefte wie Studi Storici, Contemporanea oder Rivista di storia economica. Einige Zeitschriften wie etwa Passato e Presente existieren mittlerweile in gedruckter und digitaler Form, jedoch stets kostenpflichtig. Vorgestellt werden sollen im Folgenden die wenigen herausragenden Journale, die allein in elektronischer Form erscheinen und frei zugänglich sind.

Als eine der ersten elektronischen Zeitschriften erschien ab 1996 Cromohs – Cyber Review of Modern Historiography ein gemeinsames Projekt der Universitäten Triest und Florenz. Die Spannbreite der vorwiegend italienischsprachigen Aufsätze und Rezensionen reicht von der Aufklärung bis zum Ersten Weltkrieg. Unzuverlässig ist die Suchfunktion auf der Startseite. Will man wissen, ob ein Thema bearbeitet oder ein Buch besprochen wurde, empfiehlt es sich, die Inhaltsverzeichnisse der einzelnen Nummern aufzurufen.

Einen interdisziplinären Ansatz verfolgt die Zeitschrift Storicamente – Laboratorio di storia die 2005 von dem Fachbereich Storia – Culture – Civiltà der Universität Bologna gegründet wurde. Von der Antike bis zur Zeitgeschichte greifen die Aufsätze politische, geographische, anthropologische und philosophische Themen in historischer Perspektive auf. Die jährlich erscheinende Zeitschrift enthält neben der freien Sektion stets ein thematisches Dossier, didaktisches Lehrmaterial sowie Quellenkommentare. Unter der Rubrik „Biblioteca“ finden sich Rezensionen. Obwohl alle Epochen berücksichtigt werden, liegt der Schwerpunkt von Storicamente eindeutig im 19. und 20. Jahrhundert.

Das amerikanische Journal California Italian Studies erhebt den Anspruch, interdisziplinär, komparativ und kritisch zu sein. Seine Studien sollen die klassische Geschichtsschreibung nicht nur mit Kunst-, Architektur- und Musikgeschichte kombinieren, sondern auch Ergebnisse und Methoden etwa der Ethnographie, der Medienwissenschaft oder der Gender Studies fruchtbar machen. Seit 2010 erscheinen zwei Ausgaben pro Jahr, die meist englischsprachigen Artikel decken die Zeitspanne von Machiavelli bis Berlusconi ab. Im Wechsel sind die Nummern thematisch oder offen angelegt, thematische Hefte trugen Titel wie „Italian Futures“ oder „Italian Sound“.

Allein dem Mittelalter gewidmet ist die Zeitschrift Reti Medievali Rivista deren Entstehen 1998 von Forschern verschiedener italienischer Universitäten initiiert wurde, um den wissenschaftlichen Austausch zu verbessern. Seit dem Jahr 2000 erscheint das gut redigierte Fachorgan fast durchgängig im Halbjahres-Rhythmus. Die Artikel sind vorwiegend in italienischer Sprache verfasst, je nach AutorIn aber auch auf Englisch, Französisch oder Spanisch. Neben den wissenschaftlichen Abhandlungen präsentiert Reti Medievali Rivista in unregelmäßigen Abständen zudem Bibliographien, Rezensionen und Literaturberichte sowie Listen abgeschlossener Dissertationen oder Miszellen aktueller Forschungsprojekte.

Scienza & Politica. Per una storia delle dottrine beschäftigt sich mit der Geschichte der politischen Theorien. Fachübergreifend untersuchen die hier publizierten Aufsätze die Definition und Auswirkung politischer Ideen in Philosophie, Rechtswesen und Soziologie sowie deren historische Entwicklung. Ursprünglich in gedruckter Form gegründet, wird die Halbjahresschrift seit 2011 nur noch digital publiziert. Die Hefte, die zwischen 1989 und 2010 erschienen, wurden nachträglich eingescannt und stehen auf der Seite zur Verfügung. Von der Suchfunktion werden die Druckausgaben ebenfalls erfasst. Scienza & Politica gehört dem Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Universität Bologna an.

2.6 Ansprechpartner: Historische Institute und Vereine

Nicht jeder Archivbestand lässt sich über das Internet ausfindig machen und nicht jede Frage beantwortet sich online von selbst. Gerade in Italien kann der Kontakt zu SpezialistInnen des jeweiligen Forschungsgebietes die Materialsuche ungemein verkürzen, ja, bisweilen erst ermöglichen. Abschließend soll daher auf einige Institute verwiesen werden, die wertvolle Ansprechpartner und „Wegweiser“ vor Ort sein können.

An erster Stelle ist das Deutsche Historische Institut in Rom (DHI) zu nennen, welches sich zur Aufgabe gesetzt hat, deutsche WissenschaftlerInnen, Studierende und Institutionen bei ihren Forschungen zur italienischen und deutschen Geschichte zu unterstützen. Das bereits im Jahre 1888 gegründete Institut pflegt enge Beziehungen zur italienischen Fachwissenschaft und kann daher nicht nur Wege in die Forschungslandschaft aufzeigen, sondern auch zahlreiche Türen öffnen. Die Internetseite bietet ausführliche Informationen zur musikgeschichtlichen und historischen Bibliothek, zu den Veranstaltungen des Instituts, der Stipendienvergabe sowie der hauseigenen Zeitschrift Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken und den Bibliographischen Informationen zur italienischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert.

Den historischen Beziehungen zwischen den deutschsprachigen Ländern und Italien widmet sich seit 1973 der Istituto storico italo-germanico (ISIG). Von der vergleichenden Verfassungs-, Sozial- und Rechtsgeschichte bis zur Kirchen-, Wissenschafts- und Kulturgeschichte reichen die Forschungsinteressen des Trienter Instituts. Neben Auskünften zur Bibliothek, zu Tagungen und Studienseminaren liefert die Seite Informationen über Forschungsstipendien und Publikationen des ISIG. Sie steht auch in deutscher Sprache zur Verfügung.

Zu jeder Epoche finden sich zentrale Plattformen, die die Kontaktaufnahme mit SpezialistInnen erleichtern: AlthistorikerInnen bietet der Istituto Italiano per la Storia Antica einen Einstieg. Mediävisten empfiehlt es sich, die Internetauftritte der Società Internazionale per lo Studio del Medioevo Latino (SISMEL) oder des Istituto Storico Italiano per il Medio Evo zu besuchen. Für die Erforschung des Risorgimento ist im italienischen Internet der Istituto per la storia del Risorgimento italiano die erste Adresse. NeuzeithistorikerInnen und ZeitgeschichtlerInnen finden AnprechpartnerInnen beim SISSCO-Verband, der Società Italiana per lo Studio della Storia Contemporanea

Beiderseits der Alpen haben sich zudem wissenschaftliche Vereinigungen gegründet, um den gegenseitigen Kontakt zu verbessern und den Austausch zwischen italienischen und deutschen HistorikerInnen zu fördern. Seit 1974 organisiert die Arbeitsgemeinschaft für die Neueste Geschichte Italiens zu diesem Zweck Tagungen und sorgt in enger Zusammenarbeit mit dem DHI für die Verbreitung der Bibliographischen Informationen. Als italienisches Pendant fungiert seit 2011 die SISCALT – la Società Italiana per la Storia Contemporanea dell’Area di Lingua Tedesca

3. Fazit

Zum Schluss sei daran erinnert, dass dieser Leitfaden nur eine Auswahl der vorhandenen Projekte vorstellt. Eines der Auswahlkriterien war die Funktionalität und der Perfektionsgrad, ein anderes das wissenschaftliche Niveau der jeweiligen Seite. Der Leser sollte sich stets vor Augen halten, dass es sich bei einem Artikel wie diesem nur um einen Zwischenbericht handeln kann. Internetprojekte entstehen, scheitern und boomen in großer Geschwindigkeit. Im Netz leisten viele Historiker immer noch Pionierarbeit und beschreiten mit ihren Digitalisierungsprojekten, Datenbanken und Suchmaschinen Neuland. In einem Zeitalter omnipräsenter Technologie, in dem wir uns daran gewöhnt haben, dass technische Geräte funktionieren, und wir sogar der Wettervorhersage zu trauen beginnen, vergisst man bisweilen, was es heißt, neue Wege zu beschreiten. Es darf daher nicht wundern, wenn mancher sich mit seinem Projekt übernimmt, ein anderer in Details verliert und einem dritten auf der Hälfte des Weges das Geld ausgeht. Die Möglichkeiten der Nutzbarmachung werden gerade erst entdeckt, hier wie in Italien. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

Literaturhinweise

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Fußnoten

  1. [3] In seiner ersten und zweiten Fassung (2006/2008) konnte dieser Guide noch auf den „Italian History Index“ des European University Institute in Florenz verweisen und den „Humbul Humanities Hub“ der University of Oxford. Auf vielen italienischen Seiten findet sich noch das Logo „WWW Virtual Library“, mit dem das Florentiner Institut herausragende Internetpräsenzen auszeichnete. Beide Kataloge sind in den vergangenen Jahren jedoch verschwunden bzw. werden nicht mehr aktualisiert.
  2. [22] Petersen, Jens, Die zeitgeschichtlich wichtigen Archive in Italien: ein Überblick, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 69 (1989), S. 312-378; vgl. auch: Mantelli, Brunello, Im Reich der Unsicherheit? Italienische Archive und die Erforschung des Faschismus, in: Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte 53.4 (2005), S. 601–614.

Zitation

Malte König, Italien, in: Clio Guide – Ein Handbuch zu digitalen Ressourcen für die Geschichtswissenschaften, Hrsg. von Laura Busse, Wilfried Enderle, Rüdiger Hohls, Gregor Horstkemper, Thomas Meyer, Jens Prellwitz, Annette Schuhmann, Berlin 2016 (=Historisches Forum, Bd. 19), http://www.clio-online.de/guides/regionen/italien/2016.

Für Clio-online verfasst von:

Malte König

PD Dr. Malte König studierte Geschichte, Philosophie und Französisch an den Universitäten Köln, Berlin, Liège und Aachen. Schwerpunkt seiner Forschungen ist die Neuere und Neueste Geschichte Europas, insbesondere Italiens, Deutschlands und Frankreichs. Ab 2007 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität des Saarlandes; 2014 erfolgte dort die Habilitation. Seit Januar 2015 ist er an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main beschäftigt.